“Bauernfängerei” per Fax: Betrüger treiben ihr Unwesen
Die Verwunderung war groß, als vergangenen Mittwoch, 26. März, bei zahlreichen Unternehmen im ganzen Bundesgebiet per Fax die Bestätigung einging, dass am 27. März, nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr, der bestellte Kachelofen im Wert von 2100 Euro geliefert würde. Doch die verdutzten Firmen wussten allesamt nichts von einem georderten Kachelofen, zahlreiche Anrufe ahnungsloser Faxempfänger gingen bei den Polizeistellen ein.
Wie das Onlineportal des „Südkuriers“ unter Berufung auf Polizeiangaben schreibt, sei ein Sammelverfahren wegen Betrugs eingeleitet worden. Die mysteriösen Faxbestätigungen seien in der Hoffnung verschickt worden, dass der Empfänger auf die angegebene Telefonhotline zurückrufen würde, um seine Unkenntnis über die Kachelofenbestellung zum Ausdruck zu bringen. Der überteuerte Anruf hätte den vermeintlichen Betrügern dann viel Geld eingebracht.
Vorsicht ist geboten in deutschen Unternehmen: Solche Maschen sogenannter „Bauernfänger“ werden oft angewandt, um ahnungslose Faxempfänger um viel Geld zu prellen. Um finanziell böse Überraschungen zu vermeiden, muss man sich für die Begutachtung der Faxpost immer genug Zeit nehmen, darf man auf keine unbekannten, auf dem Fax aufgeführten Telefonnummern anrufen und Auftragsbestätigungen per Fax nicht ohne Absprache an den Absender zurückschicken. Gerade der letztgenannte Punkt führt immer wieder dazu, dass sich Unternehmen unbewusst an zwielichtige Verträge binden.